Was ist integrative Lerntherapie?
  1. Was ist integrative Lerntherapie?
  2. Welche Ziele hat die Lerntherapie?
  3. Wie verläuft die Lerntherapie?
  4. Wann ist eine Lerntherapie sinnvoll?
  5. Wie erkenne ich eine Lese-Rechtschreibschwäche?
Was ist integrative Lerntherapie?

"Vergleiche nie ein Kind mit einem anderen, sondern immer nur mit sich selbst."
Johann Heinrich Pestalozzi

Bei der integrativen Lerntherapie steht das einzelne Kind als Persönlichkeit im Mittelpunkt der Betrachtung und der entsprechenden Vorgehensweise.Gegenseitiger Respekt und Wertschätzung auf allen Seiten sind tragende Säulen, um eine vertrauensvolle Beziehung zwischen dem Kind und der Lerntherapeutin aufzubauen.

Das Kind, das von Natur aus lernen will, scheitert mit seinen Schwierigkeiten und Schwächen im Lesen und Schreiben, Konzentrationsproblemen oder Aufmerksamkeitsstörungen an vorgegebenen Lernwegen, ist entmutigt durch Misserfolge, sodass schnell Lernblockaden entstehen, die als "seelischer Spiegel" von Leistungs- und Erfolgsdruck zu verstehen sind.

Integrative Lerntherapie ist eine ganzheitliche Förderung, die alle Beteiligten (Kind,Familie, Schule, evtl. weitere Institutionen) mit einbezieht, um lösungsorientierte Konzepte für das Kind zu entwickeln.

Die Lerntherapeutin begleitet das Kind ein Stück auf seinem ganz persönlichen Weg, bis es in der Lage ist, vorhandene Fähigkeiten wieder wahrzunehmen und sein Lernpotential zu nutzen.


Welche Ziele hat die Lerntherapie?
  • Sie ermittelt den momentanen Entwicklungsstand des Kindes, z.B. in der Wahrnehmung, der Motorik, der Gedächtnis- und Merkfähigkeit sowie in der Sprache bzw. im Sprechen.
  • Sie forscht nach den Stärken des Kindes, die es zu nutzen gilt.
  • Sie holt das Kind dort ab, "wo es sich noch sicher fühlt", um fachliche Lücken kleinschrittig zu schließen; die Förderplanung orientiert sich immer wieder neu am Kind und seinem Lernstand.
  • Sie passt Inhalte und Methoden den Bedürfnissen des Kindes immer wieder an und integriert dabei auch neue Lernwege und -techniken. Dabei wird der Lerntyp des Kindes berücksichtigt.
  • Sie strebt zusammen mit allen Beteiligten eine positive Lernstruktur an, die zur Entspannung und Abbau von Stress führt und schulisches Lernen wieder möglich macht.
  • Auf der Basis einer vertrauensvollen Beziehung ermutigt sie das Kind, Schwächen mit vorhandenen Stärken zu überwinden und wieder Freude am Lernen zu entwickeln.

Wie verläuft die Lerntherapie?
  • Kostenloses Erstgespräch, um Informationen zu bekommen bzw. auszutauschen
  • Diagnostik (über 2 - 4 Stunden) mit Hilfe standardisierter Tests, aber auch durch Lernbeobachtung
  • Auswertung der Diagnostik im Elterngespräch
  • Planung und Durchführung der Lerntherapie (Einzeltherapie, in der Regel 50 Minuten); dabei erschließen sich die Kinder Strategien und Regeln vielfach in spielerischer Form (Angebot von Lernspielen)
  • Regelmäßige Kontakte und Gespräche zwischen Eltern und Lerntherapeutin
  • Bei Bedarf - mit Einverständnis der Eltern - Einbeziehung von Fachkräften/Institutionen

Wann ist eine Lerntherapie sinnvoll?

Wenn beispielsweise Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben auftreten, versucht zunächst die Schule mit Hilfe von Fördermaßnahmen die Leistungen zu verbessern. Dazu kommen Ihre Bemühungen, die Sie als Eltern zeigen, Ihrem Kind zu helfen. Wenn trotz der vermehrten Anstrengungen von allen Seiten keine positiven Veränderungen zu verzeichnen sind, kommt es häufig zu Belastungssituationen in der Familie, das Kind leidet unter der "Stimmung", es verliert den Mut und die Motivation sich weiter aufs Lernen einzulassen. Oft stellen sich psychosomatische Beschwerden wie Bauch- und Kopfschmerzen, Schulunlust oder -verweigerung ein. Hier kann Lerntherapie ansetzen und in Kooperation mit allen Beteiligten die entstandene negative Lernstruktur "durchbrechen" und, an der Entwicklung des Kindes messbar, positive Veränderungen anbahnen.


Wie erkenne ich beispielsweise eine Lese-Rechtschreibschwäche?
Hinweise darauf können sein:
  • Schwierigkeiten, einem Buchstaben den korrekten Laut zuzuordnen
  • Auslassen, Hinzufügen, Verdrehen von Buchstaben im Wort
  • hohe Anzahl von Fehlern, sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben
  • "Wortruinen", d.h. das Wort ist nicht lesbar
  • Schwierigkeiten, sich Wörter zu merken, sie "abzuspeichern", aber auch Wörter abzuschreiben
  • niedrige Geschwindigkeit beim Lesen
  • Unfähigkeit, Gelesenes inhaltlich zu erfassen und wiederzugeben
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INTEGRATIVE LERNTHERAPIE

Lioba Sönnicken

Lehrerin / Integrative Lerntherapeutin  
Auf dem Brauck 22
58675 Hemer
Tel. 02372 / 2622
eMail: l.soennicken@gmx.de

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